Hochsicherheitsfassaden
SICHERHEIT OHNE KOMPROMISSE – GEPRÜFT & ZERTIFIZIERT
Sicherheitsfassaden
Größtmöglicher Schutz bei maximaler Durchsicht
Moderne Architektur lebt von großflächigen Glasfassaden – und genau diese Transparenz macht exponierte Gebäude zu neuralgischen Sicherheitspunkten. Botschaften, Ministerien, Konzernzentralen und kritische Infrastruktur brauchen Offenheit nach außen und Schutz nach innen. Die Herausforderung: beides gleichzeitig.
Anders als bei Fenstern und Türen verteilt sich bei Fassaden die Angriffslast auf das gesamte Tragsystem.
Nicht das Glas allein entscheidet – sondern das Zusammenspiel von Pfosten, Riegeln, Verbindungspunkten, Glasanbindung und Verankerung. Ein starkes Glas in einer schwachen Konstruktion bietet keinen Schutz.
TIMM Hochsicherheitsfassaden sind Pfosten-Riegel-Systeme, bei denen alle Komponenten als geprüfte Gesamtkonstruktion funktionieren. Wir fertigen in Berlin-Marienfelde und konfigurieren projektspezifisch – von der Erdgeschosszone bis zur Vollschutz-Fassade.
Fassaden sind keine großen Fenster. Die Sicherheitsplanung folgt anderen Regeln:
- Pfosten-Riegel als Tragsystem Bei Fassaden trägt das Profilsystem die gesamte Last – Eigengewicht, Wind, thermische Ausdehnung und im Angriffsfall: Schlag-, Schuss- oder Druckenergie. Pfosten, Riegel und ihre Verbindungen müssen als Einheit dimensioniert werden.
- Kritische Punkte: Verbindungen und Anschlüsse Die häufigsten Versagensstellen sind nicht die Glasflächen, sondern die Übergänge: Glasanbindung, Pfosten-Riegel-Knoten, Befestigungspunkte zum Baukörper, Integration von Türen und öffenbaren Elementen. Hier entscheidet sich die Schutzwirkung.
- Zonierung statt Gleichmacherei Nicht jedes Fassadenfeld braucht dieselbe Schutzklasse. Erdgeschoss, Eingangsbereich und exponierte Abschnitte werden höher bewertet – unkritische Flächen können abgestuft werden. Das spart Kosten und Gewicht, ohne die Schutzwirkung zu kompromittieren.
Einbruchhemmung – RC2 bis RC6
Einbruchhemmende Fassaden nach DIN EN 1627–1630 werden als Gesamtsystem geprüft – Pfosten-Riegel-Konstruktion, Glasanbindung, Verbindungen und Verankerung zusammen:
Wichtig: Die RC-Klasse bewertet das Fassadensystem als Ganzes – nicht nur das Glas. Ein P6B-Glas in einer schwachen Pfosten-Riegel-Konstruktion ergibt keine RC4-Fassade.
| Klasse | Wiederstandszeit | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| RC2 | 3 Minuten | Wohnhäuser, Büros, Standardschutz |
| RC3 | 5 Minuten | Villen, Banken, erhöhtes Risiko |
| RC4 | 10 Minunten | Botschaften, Behörden, KRITIS |
| RC5 | 15 Minuten | Hochsicherheitsbereiche |
| RC6 | 20 Minuten | Maximaler Schutz |


Durchschusshemmung – FB4 bis FB7
Für Objekte mit ballistischer Bedrohung liefern wir durchschusshemmende Fassaden nach DIN EN 1522/1523. Alle Systeme werden mit NS-Aufbau (No Spall) gefertigt – kein Splitterabgang auf der geschützten Seite.
Bei Fassaden ist die Schussfugensicherheit über große Flächen die zentrale Herausforderung: Jeder Pfosten-Riegel-Knoten, jede Glasanbindung, jeder Übergang zu Türen oder Fenstern muss ballistisch abgesichert sein.
| Klasse | Verglasung | Typische Bedrohung |
|---|---|---|
| FB 4 NS | BR4 | Kurzwaffen (.44 Magnum) |
| FB5 NS | BR5 | Langwaffen (5,56×45 mm) |
| FB 6 NS | BR6 | Langwaffen (7,62×51 mm) |
| FB 7 NS | BR7 | Langwaffen (7,62×51 mm Hartkern) |
Sprengwirkungshemmung – EXR1 bis EXR5
Für Fassaden kommt bei Sprengwirkung die Freifeldprüfung nach EN 13123-2 zum Einsatz – sie simuliert externe Explosionen (z.B. Fahrzeugbomben) realistischer als die Stoßrohrprüfung:
Sprengwirkungshemmung erfordert energieabsorbierende Konstruktionen: verstärkte Profile, spezielle Verbindungen und Verankerungen, die Druckwellen aufnehmen ohne zu versagen.
| Klasse | Prüfverfahren | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| EXR1 | Freifeldprüfung | Grundschutz |
| EXR2 | Freifeldprüfung | Erhöhter Schutz |
| EXR3 | Freifeldprüfung | Botschaften, KRITIS |
| EXR4 | Freifeldprüfung | Hochsicherheit |
| EXR5 | Freifeldprüfung | Maximaler Schutz |

Weitere Schutzfunktionen
Je nach Projekt lassen sich zusätzliche Schutzziele kombinieren:
Sprengwirkungshemmung (EN 13123/13124) – für exponierte Liegenschaften mit Explosionsrisiko
Vandalismushemmung (ift FE-06/1) – für öffentliche Gebäude und religiöse Einrichtungen
Hochwasserbeständigkeit (ift FE-07/3) – für gefährdete Standorte bis 1.200 mm Stauhöhe
Alle Schutzfunktionen sind kombinierbar – wir beraten Sie zur sinnvollen Konfiguration.Ballistischer Schutz erfordert mehr als verstärktes Glas: Schussfugen, Rahmenübergänge und Befestigung müssen als geprüftes Gesamtsystem funktionieren.
Materialien & Systemaufbau
Modernste Fassaden bei höchstmöglichem Schutz
Sicherheitsfassaden sind komplexe Systeme, bei denen Tragstruktur, Verglasung, Dichtung und Befestigung zusammenwirken müssen.
Sicherheitsverglasung für Fassaden
Fassadengläser erreichen oft mehrere Quadratmeter – mit entsprechenden Anforderungen:
-
VSG mit P4A–P8B für Einbruchhemmung
-
BR4–BR7 für Beschusshemmung
-
Laminate mit Splitterschutzfolie für Sprengwirkung
-
Polycarbonat-Verbund für höchste Schutzklassen bei reduziertem Gewicht
Pfosten-Riegel-Konstruktion
Die Tragstruktur einer Sicherheitsfassade muss mehr leisten als bei Standardfassaden:
-
Verstärkte Profilquerschnitte zur Aufnahme von Angriffsenergie
-
Hochfeste Verbindungen an Pfosten-Riegel-Knoten
-
Lastverteilende Verankerungen zum Baukörper
-
Thermische Trennung trotz erhöhter Profilstärken
Glasanbindung
Die Verbindung zwischen Glas und Profil ist sicherheitskritisch:
-
Strukturelle Verklebung für gleichmäßige Lastverteilung
-
Mechanische Sicherung als Redundanz
-
Druckplatten und Klemmleisten abgestimmt auf Glasgewicht und Schutzklasse
Integration öffenbarer Elemente
Fassaden enthalten fast immer Türen, Fenster oder Lüftungsklappen.
Diese Elemente sind potenzielle Schwachstellen – wenn sie nicht ins Schutzkonzept integriert werden:
Türen in der Fassade
Sicherheitstüren müssen dieselbe Schutzklasse erreichen wie die umgebende Fassade. Zargenanschluss, Schwelle und Übergang zur Pfosten-Riegel-Konstruktion werden als System geplant.
Öffenbare Fensterelemente
Lüftungsflügel, Kippfenster oder Reinigungsöffnungen erfordern besondere Aufmerksamkeit: Beschlag, Verriegelung und Glasanbindung müssen zur Fassadenklasse passen.
Lüftungsgitter und Durchdringungen
Jede Öffnung in der Fassade ist ein potenzieller Angriffspunkt. Wir planen Lüftungsgitter, Kabelführungen und technische Durchdringungen so, dass sie die Schutzwirkung nicht kompromittieren.
FAQs
- Was ist der Unterschied zwischen RC (Fassade) und P-Klassen (EN 356)?
RC bewertet das Fassadensystem als Ganzes – Pfosten-Riegel-Konstruktion, Verbindungen, Glasanbindung, Befestigung. P-Klassen bewerten nur das Glas. Ein P6B-Glas in einer schwachen Rahmenkonstruktion ergibt keine RC4-Fassade. - Lassen sich große Glasflächen auch in hohen Sicherheitsklassen realisieren?
Ja – wenn System, Glasaufbau, Glasanbindung und Befestigung gemeinsam ausgelegt werden. Groß + sicher ist eine Engineering-Aufgabe, kein Standard-Add-on. Wir klären frühzeitig, was technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist. - Müssen alle Fassadenfelder dieselbe Schutzklasse haben?
Nein. Sinnvoll ist Zonierung: exponierte Bereiche und Erdgeschoss höher, unkritische Flächen abgestuft. Das ist wirtschaftlicher, reduziert Gewicht und vereinfacht die Konstruktion – ohne die Schutzwirkung zu kompromittieren. - Wo scheitern Sicherheitsfassaden am häufigsten?
An den Schnittstellen: Glasanbindung, Pfosten-Riegel-Verbindungen, Befestigungspunkte zum Baukörper, Übergänge zu Türen und Fenstern, Anschluss an angrenzende Bauteile. Die Glasfläche selbst ist selten das Problem. - Können RC und FB kombiniert werden?
Ja – eine Fassade kann gleichzeitig einbruch- und durchschusshemmend sein. Die Kombination erfordert allerdings angepasste Profilquerschnitte, verstärkte Verbindungen und abgestimmte Glasaufbauten. Wir planen das als integriertes System. - Was ist bei Sprengwirkung (EXR) anders als bei RC/FB?
Sprengwirkung erzeugt dynamische Drucklasten – die Konstruktion muss Energie absorbieren, ohne zu versagen. Das erfordert andere Profilgeometrien, Verbindungsdetails und Verankerungskonzepte als bei statischen Angriffen wie Einbruch oder Beschuss.
-
Wie werden Türen und Fenster in die Sicherheitsfassade integriert?
Als Teil des Gesamtkonzepts. Öffenbare Elemente müssen dieselbe Schutzklasse erreichen wie die umgebende Fassade. Wir planen Zargenanschlüsse, Übergänge und Verriegelungen so, dass kein schwaches Glied entsteht. -
Wie bleiben Energieeffizienz und Luftdichtheit bei Hochsicherheit erhalten?
Über saubere Anschlussdetails, Dichtungskonzepte und kontrollierte Übergänge. Sicherheitsanforderungen dürfen keine Leckagen oder Wärmebrücken erzeugen – das wird im Detailengineering gelöst. Thermische Trennung ist auch bei verstärkten Profilen möglich. -
Kann Sensorik integriert werden?
Ja – Glasbruchmelder, Erschütterungssensoren, Öffnungsüberwachung für Lüftungsflügel. Die Sensorik wird so geplant, dass sie wartbar, fehlalarmsicher und auf BMS/EMA aufschaltbar ist. -
Was kostet eine Sicherheitsfassade?
Die Kosten hängen von Fläche, Schutzklasse, Zonierung, Material und Komplexität ab. Eine RC2-Fassade liegt deutlich unter einer FB6-Fassade mit EXR-Anforderung. Pauschale Preisangaben sind nicht seriös möglich – wir kalkulieren projektspezifisch. -
Wie lange dauert die Lieferung?
Die Lieferzeit richtet sich nach Projektumfang und aktueller Auslastung. Typische Zeiträume für Fassadenprojekte: 12–24 Wochen ab Auftragserteilung. Bei komplexen Sonderkonstruktionen kann es länger dauern – sprechen Sie uns frühzeitig an. -
Können RC, FB und Sprengung bei Fassaden kombiniert werden?
Ja – wenn Pfosten-Riegel-Konstruktion, Verbindungen, Glasaufbau und Befestigung gemeinsam ausgelegt werden. Die Kombination ist anspruchsvoll: Sprengwirkung erzeugt dynamische Drucklasten, die andere Profilgeometrien und Verankerungskonzepte erfordern als statische Angriffe (RC/FB). Wir planen solche Kombinationen als integriertes System mit durchgängiger Nachweisführung – von der Systemauswahl bis zur Montage.
Kundensegmente & Anwendungsbereiche
Für wen wir Hochsicherheit realisieren
Ob Privatvilla, Botschaft oder kritische Infrastruktur – unsere Systeme schützen dort, wo Sicherheit Voraussetzung ist. Jedes Objekt bekommt das Schutzkonzept, das zu Standort, Nutzung und Bedrohungslage passt.
exklusiver
villenbau

Diskrete Sicherheit für gehobene Wohnarchitektur – Schutz ohne sichtbare Kompromisse bei Gestaltung und Wohnkomfort.
Museen &
Archive

Schutz für Sammlungen und Kulturgüter – Einbruchhemmung, UV-Schutz und Klimastabilität bei maximaler Tageslichtnutzung.
Banken &
Luxushändler

Maximale Transparenz bei maximalem Schutz – Schaufenster und Eingänge, die Markenauftritt und Sicherheit verbinden.
Verfassungs-
organe

Sicherheitslösungen für Parlamente, Ministerien und Behörden – wo Handlungsfähigkeit und Diskretion gleichermaßen geschützt werden müssen.
Botschaften &
Konsulate

Multi-Threat-Schutz für diplomatische Vertretungen – Einbruch, Beschuss, Sprengwirkung und Ausspähschutz in einem System.
Polizei- &
Feuerwehr

Robuste Systeme für den Dauerbetrieb – Waffenkammern, Leitstellen und Wachbereiche mit zonenspezifischen Schutzklassen.
Religiöse
Einrichtungen

Schutz für Orte mit hoher Symbolwirkung und öffentlicher Sichtbarkeit – gegen Vandalismus, Einbruch und gezielte Angriffe. Denkmalgerecht realisierbar.
Kritische
Infrastruktur

Redundante Schutzebenen für Energie, Verkehr und Versorgung – wo Ausfälle keine Option sind.
IT &
Serveranlagen

Physischer Schutz für digitale Werte – Luftdichtheit, Klimastabilität und BMS-Integration als Teil der Uptime-Strategie.
architekten &
PLaner

Schutz für Sammlungen und Kulturgüter – Einbruchhemmung, UV-Schutz und Klimastabilität bei maximaler Tageslichtnutzung.
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Unser Showroom in Berlin-Marienfelde
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In unserem 850 m² Showroom in Berlin-Marienfelde erleben Sie unsere Sicherheitslösungen hautnah. Hier zeigen wir Ihnen in angenehmer Atmosphäre die Qualität und Funktionalität unserer Systeme. Auf Wunsch zeigen wir Ihnen Detailpunkte, Funktionsprinzipien und Referenzen in ruhiger Umgebung.

