Hochsicherheitstüren

Sicherheit in allen Schutzklassen - von einbruch bis sprengwirkung

Geprüfter Schutz - unsichtbar integriert 

Sicherheitstüren - text text text

Bei Türen konzentriert sich der gesamte Angriffsdruck auf einen einzigen Punkt – anders als bei Fenstern, wo sich die Last auf mehrere Elemente verteilt. Das macht Türen zum kritischsten Bauteil im Sicherheitskonzept: Wer die Tür überwindet, ist drin.

Die häufigste Schwachstelle ist dabei nicht das Türblatt selbst – sondern die Zarge und die Wandverankerung. Ein massives Türblatt in einer schwachen Zarge bietet keinen Schutz. Deshalb liefern wir Hochsicherheitstüren ausschließlich als geprüftes Gesamtsystem: Türblatt, Zarge, Mehrfachverriegelung, Beschläge und Befestigung sind aufeinander abgestimmt und gemeinsam zertifiziert.

Wir fertigen Sicherheitstüren in allen gängigen Ausführungen: Hauseingangstüren, Objekttüren, Schleusentüren, Panikraumtüren – bis hin zu Sonderkonstruktionen mit Flucht- und Rettungswegfunktion. Alle Systeme entstehen in Berlin-Marienfelde und werden projektspezifisch konfiguriert.

Anders als Fenster müssen Türen zwei gegenläufige Anforderungen erfüllen: maximalen Widerstand nach außen und schnellen Durchgang nach innen. Diese Ambivalenz macht die Planung komplex:

  • Zarge entscheidet über alles Bei Einbruchsversuchen versagt selten das Türblatt – sondern die Verankerung. Die Zarge muss Hebelkräfte aufnehmen und in den Baukörper ableiten. Wir liefern Zarge und Befestigungskonzept als Teil der geprüften Konfiguration, abgestimmt auf den Wandaufbau vor Ort.
  • Fluchtweg vs. Sicherheit Hochsicherheit und Panikfunktion müssen zusammen geplant werden. Eine Tür, die im Notfall nicht schnell genug öffnet, ist ein Sicherheitsrisiko – eine Tür, die von außen leicht zu öffnen ist, auch. Wir stimmen Schutzanforderung, Nutzerkreis und Fluchtwegelogik frühzeitig ab.
  • Höhere Frequentierung Türen werden täglich hundert- oder tausendfach betätigt. Bänder, Verriegelung und Dichtungen müssen das über Jahre aushalten. Wartung ist kein Zusatz, sondern Teil der dauerhaften Schutzwirkung.

Einbruchhemmung – RC2 bis RC6

Einbruchhemmende Türen nach DIN EN 1627–1630 folgen denselben Prüfkriterien wie Fenster – aber mit höheren Anforderungen an Zarge und Verriegelung:

Wichtig: Die RC-Klasse gilt nur für das geprüfte Gesamtsystem – Türblatt, Zarge, Verriegelung und Befestigung. Ein RC4-Türblatt in einer Standard-Zarge ergibt keine RC4-Tür.

KlasseWiederstandszeitTypischer Einsatz
RC23 MinutenHauseingänge, Büros, Nebeneingänge
RC35 MinutenVillen, Banken, Wertzugänge
RC410 MinuntenBotschaften, Behörden, Serverräume
RC515 MinutenHochsicherheitsbereiche, Tresorräume
RC620 MinutenMaximaler Schutz
Mehr über RC-Klassen, Prüfverfahren und Verglasung
Sicherheitstüren gegen Einbruch und Beschuss bis RC6 und FB7

Durchschusshemmung – FB4 bis FB7

Für Objekte mit ballistischer Bedrohung liefern wir durchschusshemmende Türen nach DIN EN 1522/1523. Alle Systeme werden mit NS-Aufbau (No Spall) gefertigt – kein Splitterabgang auf der geschützten Seite.

Bei Türen ist die Schussfugensicherheit besonders kritisch: Übergänge zwischen Blatt und Zarge, Glasfalz und Sichtfenster müssen ballistisch abgesichert sein.

KlasseVerglasungTypische Bedrohung
FB 4 NSBR4Kurzwaffen (.44 Magnum)

FB5 NSBR5Langwaffen (5,56×45 mm)

FB 6 NSBR6Langwaffen (7,62×51 mm)

FB 7 NSBR7Langwaffen (7,62×51 mm Hartkern)

Mehr über FB Klassen, Splitterkontrolle und Systemaufbau

Weitere Schutzfunktionen

Je nach Projekt lassen sich zusätzliche Schutzziele kombinieren:

  • Sprengwirkungshemmung (EN 13123/13124) – für exponierte Liegenschaften mit Explosionsrisiko

  • Vandalismushemmung (ift FE-06/1) – für öffentliche Gebäude und religiöse Einrichtungen

  • Hochwasserbeständigkeit (ift FE-07/3) – für gefährdete Standorte bis 3.000 mm Stauhöhe

Alle Schutzfunktionen sind kombinierbar – wir beraten Sie zur sinnvollen Konfiguration.

Alle Schutzziele & Normen im Detail

Materialien, Systemaufbau & Sonderfunktionen

Vielfalt und Möglichkeiten in jeder Größenordnung

Sicherheitstüren sind keine Einzelkomponenten – sondern geprüfte Systeme, bei denen Türblatt, Zarge, Verriegelung und Befestigung zusammenwirken müssen.

Materialsysteme


Je nach Architektur, Schutzklasse und Einsatzbereich setzen wir unterschiedliche Materialien ein:

  • Holz – Maximale Gestaltungsfreiheit, hervorragende Wärmedämmung, warme Innenansicht.

  • Holz-Aluminium – Witterungsresistente Außenschale, warme Innenansicht. Wartungsarm und langlebig.

  • Aluminium – Hohe Profilsteifigkeit, minimale Ansichtsbreiten, alle RAL-Töne.

  • Stahl  -Höchste Tragfähigkeit bei filigranen Ansichten. Für extreme Glasgewichte und Schutzklassen, die anders nicht realisierbar sind.

Zargen- und Verriegelungstechnik


Die Widerstandsfähigkeit einer Sicherheitstür hängt maßgeblich von Zarge und Verriegelung ab:

  • Stahlzargen mit umlaufender Verankerung – kraftschlüssig mit dem Baukörper verbunden

  • Mehrpunktverriegelung mit 5–9 Verriegelungspunkten je nach Schutzklasse

  • Schwenkriegelschlösser für höchste Widerstandsklassen (RC5/RC6)

  • Bandseitensicherung gegen Aushebeln auf der Scharnierseite

Sichtfenster und Verglasung


Viele Sicherheitstüren benötigen Sichtfenster – für Tageslicht, Sichtkontakt oder Überwachung. Die Verglasung muss zur Schutzklasse passen:

  • VSG mit P4A–P8B für Einbruchhemmung

  • BR4–BR7 für Beschusshemmung

  • Glasfalzsicherung gegen Herausdrücken von innen

Flucht- und Rettungswege


Sicherheitstüren in Fluchtwegen müssen zwei Anforderungen vereinen: Schutz nach außen, schnelle Öffnung nach innen. Wir planen:

  • Panikstangen und -drücker nach DIN EN 1125 / 179

  • Freilauffunktion mit definierter Auslöselogik

  • Verzögerte Freigabe (Delayed Egress) für kontrollierte Bereiche

  • Notentriegelung für Rettungskräfte

Zutrittskontrolle und Schleusen


Sicherheitstüren sind oft Teil komplexer Zutrittskonzepte:

  • Schnittstellen für Kartenleser, Biometrie, PIN

  • Riegelkontakte für Zustandsüberwachung (offen/geschlossen/verriegelt)

  • Schleusenlogik – zwei Türen, die nie gleichzeitig offen sein dürfen

  • BMS-Integration für zentrale Steuerung und Monitoring

Barrierefreiheit


Sicherheit darf keine Barriere sein. Wir planen:

  • Lichte Durchgangsbreiten nach DIN 18040

  • Reduzierte Bedienkräfte durch Türantriebe

  • Schwellenlose Ausführung wo technisch möglich

  • Automatische Türsysteme mit Sicherheitsfunktion

FAQs

  • Wieso empfehlen wir RC3 bei Türen in Wohnhäusern und Gewerbeobjekten?
    Türen sind der kritischste Angriffspunkt – der gesamte Druck konzentriert sich auf einen Punkt. RC2 bietet 3 Minuten Widerstandszeit, RC3 bietet 5 Minuten – und genau diese Zeit entscheidet. Bei Haupteingängen, Nebeneingängen mit schwacher Sozialkontrolle oder Gewerbeobjekten mit Wertzugängen ist RC3 der sinnvolle Standard. RC2 ist Mindestschutz – RC3 ist erhöhter Schutz.

  • Können RC, FB und Brandschutz bei Türen kombiniert werden?
    Ja – wenn System, Zarge, Verglasung und Befestigung gemeinsam ausgelegt werden. Die Kombination ist komplex: Brandschutzabschlüsse haben andere Anforderungen an Türblattaufbau, Dichtungen und Beschläge als RC/FB-Türen. Wir planen solche Kombinationen als integriertes System mit durchgängiger Nachweisführung – je nach Projekt entweder als eigene geprüfte Konfiguration oder in abgestimmter Partnerkonstellation.

  • In welchen Materialien sind Hochsicherheitstüren möglich?
    In allen: Holz, Holz-Aluminium, Aluminium und Stahl. Die Materialwahl richtet sich nach Nutzung, Architektur und Schutzklasse. Holz für repräsentative Eingänge und Denkmalschutz, Aluminium für Objekttüren und Schleusen, Stahl für Tresorräume und tragende Konstruktionen.

  • Sind Sicherheitstüren auch in Bestandsbauten möglich?
    Ja – aber als Austausch. Sicherheitstüren sind geprüfte Systeme: Türblatt, Zarge, Verriegelung und Befestigung müssen zusammenpassen. Eine nachgerüstete Wohnungstür mit Sicherheitsschloss erreicht keine zertifizierte Schutzwirkung. Wir prüfen vor Ort, ob Wandaufbau und Leibung für die gewünschte Schutzklasse geeignet sind

  • Liefert TIMM auch nur die Hochsicherheitstüren?
    Grundsätzlich ja – aber: Die Schutzwirkung gilt nur bei fachgerechter, normkonformer Montage inkl. Zargenverankerung. Wir liefern dann Montageanleitung und Verankerungskonzept – die Umsetzung liegt beim ausführenden Betrieb.

  • Kann die Montage der Hochsicherheitstüren auch durch einen Fachhändler / Bauelementehändler erfolgen? 
    Technisch ja – wenn der Betrieb entsprechend geschult ist und die Montageanleitung normkonform umsetzt. Bei Türen ist die Zargenverankerung sicherheitskritisch – Fehler zerstören die Schutzwirkung. Wir bieten Schulungen für Partnerbetriebe an – sprechen Sie uns an.

     

Kundensegmente & Anwendungsbereiche

Für wen wir Hochsicherheit realisieren

Ob Privatvilla, Botschaft oder kritische Infrastruktur – unsere Systeme schützen dort, wo Sicherheit Voraussetzung ist. Jedes Objekt bekommt das Schutzkonzept, das zu Standort, Nutzung und Bedrohungslage passt.

Unser Showroom  in Berlin-Marienfelde

Sicherheitslösungen erleben

In unserem 850 m² Showroom in Berlin-Marienfelde erleben Sie unsere Sicherheitslösungen hautnah. Hier zeigen wir Ihnen in angenehmer Atmosphäre die Qualität und Funktionalität unserer Systeme. Auf Wunsch zeigen wir Ihnen Detailpunkte, Funktionsprinzipien und Referenzen in ruhiger Umgebung.

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